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Es sei hier noch erwähnt, dass MS BREITENSTEIN unter dem Kommando von Kapitän W. Hanuschke im Jahre 1974 in zwei Seenotfällen sechs Menschen aus Seenot gerettet hat. Am 30. April 1974 um 10.28 Uhr sichtet der Jungmann Wolfgang Krahn während seiner Wache als Ausguck auf der Kommandobrückeauf Position 45 Grad 1' Nord und 12 Grad 20' West  eine aufgeblasene Rettungsinsel. Bei Wind aus West-Nordwest Stärke 7, und grober bis sehr grober See sowie Dünung, sum tannsteinklasse2wird die Rettungsinsel an Lee genommen und die Schiffbrüchigen über ausgebrachte Netze und Leitern geborgen. Bei den Geretteten handelt es sich um vier Männer: James Laing (New Zealand) Eigner und Skipper, Eirwyn Trefor Williams (British), John Neville Jones (British) und Peter Frederik Brackenbury (British). Alle vier Personen waren an Bord des in Beaumaris beheimateten Segelkatamarans "HOKU-PAA" der sich auf der Reise von Milford Haven nach Bridgetown/Barbados befand. Alle Geretteten waren in gesundheitlich gutem Zustand und wurden in Punta Delgado auf der Azoreninsel Sao Miguel dem dortigen britischen Konsul übergeben. Am 27.November 1974 wird auf MS BREITENSTEIN unterwegs von San Josè nach Balboa (Wesküste-Südamerika) der Notruf "Mayday" klar und laut gehört. Es wird in Erfahrung gebracht, dass es sich um die in Los Angeles beheimatete Yacht "Desiree" die östlich von Punta Burica mit fünf Personen an Bord auf ein Riff gelaufen ist, handelt. MS BREITENSTEIN nimmt mit 15 Kn Kurs auf den Havaristen. Als man die Unfallstelle erreicht, wird das Motorrettungsboot an Stb. Seite klar gemacht und mit 10 Mann besetzt. Unter schwierigsten Umständen und großem körperlichem Einsatz der Rettungsbootmannschaft gelingt es an die "Desiree" heranzukommen. Nach Verständigung mit dem Skipper werden zwei weibliche Personen abgeborgen. Der Eigner will mit zwei Mann an Bord bleiben. Der inzwischen ebenfalls zur Hilfe eilenden MS POLAR ARGENTINA der Hamburg-Süd, werden später die beiden Frauen übergeben, und sie nach Pto. Armuelles zurückzubringen. Während man das Rettungsboot und Besatzung ohne Schaden an Bord nimmt, kann man auf BREITENSTEIN beobachten, dass die "Desiree" inzwischen freigekommen ist. Offenbar haben die immer stärker werdenden Brecher die Yacht über die Untiefe hinweggespült. MS BREITENSTEIN konnte seine Reise fortsetzen.

Text: Christian Biedekarken